Mein Leben als Mut-t-er

Mein Leben als Mutter , zusammengesetzt aus sechs Buchstaben, aufgeteilt in  das Wort Mutter, Mut und Er. Getrennt in der Mitte. In das Pronomen. Pro-Nomen. Das Fürwort. Wörter, die an Stelle eines Nomens eintreten, beispielsweise ER, MEIN, WELCHER. Beim Buchstaben T. Geteilt zur Hälfte.

Mut wie Mutter.

Mut-t-er.

Er.

T wie …

Taktik? Talisman!

Tapfer.

TAT.

Taumeln. Teilnahmelos. Teuflisch. Theorie.

Tiefbewegt. Tiefer. Toleranz?

T wie Tochter.

Totenstille.

Tor. Trachten. Tragisch und Triumph.

T wie TÄUSCHUNG. Tüchtig. Tun, Tyrannisch. Träume und tröstlich. Trübsinn, trügerisch.

Trümmerhaufen.

Transparent. Trauer. Traum. Trennung. Trostlos. Tür. Tun. 

Das Wort Mutter ist Mutter, Vater und Kind in einem. Tat und Tun, Leben und Tod. 

Krieg und Frieden. Sechs Buchstaben, ein Wort. Viele Bedeutungen.

Was bin ich? Was war ich? Was kann ich sein?

Wie ist mein Leben heute?

Sechs qualvolle Jahre entmuttert, sechs Jahre der Kinderlosigkeit. Sechs Jahre später nach der traumatischen Trennung, der nicht gewollten Trennung, sechs Jahre nach dem schrecklichem Ereignis.

Wie leben ich heute? Woraus schöpfe ich Kraft? Warum lebe ich überhaupt noch?

Kann man weiterleben, wenn eine Frau entmuttert wurde?

Wie sieht mein Leben heute aus?

Sechs Jahre später , so kann ich heute sagen, fällt es mir schwer, mich an die schrecklichen Ereignisse im Detail zu erinnern, Verdrängung ist eine meisterhafte Leistung, zu überleben.

Der Schmerz ist erträglich geworden, Akzeptanz mein Begleiter, Vergebung schwebt ab und an über mir, gestört durch den Schatten des Hasses und der Rache.

Kann ich jemals diesem Mann verzeihen, der mir das angetan hat, was ich erlitten habe?

Ich weiß es nicht.

Ich bemühe mich, seit ich durch eine glückliche Gegebenheit endlich wieder Kontakt zu meinen Kindern habe und haben darf!, so freundlich und sachlich mit IHM zu kommunizieren, wie es nötig ist, um dem Kindeswohl entsprechend für meine Kinder mit ihm Dinge zu regeln oder zu klären.

Fassade, Schauspiel, Klugheit. So kann man es auch nennen.

Es ist egal. Hauptsache, das Ergebnis stimmt.

Vor sechs Jahren konnte ich ihm nicht gegenüber treten, es war der tiefste Schmerz meines Lebens mit diesem Menschen im Gerichtssaal zu sitzen und sein hämisches Grinsen ertragen zu müssen, wie er sich freute, mich am Boden liegend zu sehen,  mit schweren Stiefeln auf mich eintreten zu können.

Demütigung, Kränkungen, fern jeglichen Mensch-Seins, das war es, was mich krümmend, meinen Körper mit den Händen schützend, wehrlos und verletzlich machte.

Völlig nackt, so klein und verletzbar wie ein Neugeborenes, ohne eine Chance, musste ich ertragen, was ich ertrug.

Heute sechs Jahre später, sage ich: Ich saß sechs Jahre im Gefängnis.

Mit der Option auf lebenslänglich.

Mit dem Wunsch, nicht noch weitere Jahre gefangen und eingesperrt zu sein, mit den Gedanken auszubrechen, lieber tot zu sein, als noch weitere Demütung, Hass, Rache und Scham zu ertragen.

Wenn man getreten wird, tut es sehr weh, wenn viele auf einen eintreten, wird der Schmerz irgendwann nicht mehr definierbar….

Schmerz löscht Schmerz aus.

Zurückbleibt eine Hülle aus Narben.

Sechs Jahre lang habe ich gelitten, ein Jahr nur geweint, Monate lang nicht mehr meine schützende Wohnung verlassen, meinen Rückzugsort, den ich heilig in meinen Händen hielt wie den Schlüssel dazu, aus Angst wieder ein Dach über den Kopf zu verlieren, wie damals im Mai 2011. Von heute auf jetzt obdachlos, ohne Geld, ohne eigenes Bett, ohne Bettdecke, Handtuch, Essgeschirr, fließend Wasser, Nahrung und Geld.

Nie wieder möchte ich derartiges erleiden und durchleben müssen. In meinem ersten Schock suchte ich mir ein Hotel. Das bisschen Bargeld, was ich noch in der Tasche hatte, das wird schon dafür reichen, dachte ich. Nie im Leben hätte ich damit gerechnet, nie mehr in mein damaliges Haus bis heute! Zurückkehren zukönnen. Drei hastig gepackte Taschen, im Beisein der Polizei , alles innerhalb von 30 Minuten erledigt, waren meine einzigen Begleiter, als ich das Haus verlassen musste, unter den hämischen Blicken der Nachbarschaft. Ein gefundenes Fressen für das Dörfchen. Endlich etwas zum Lästern, um von deren eigenen armseligen Leben und Fehlern abzulenken. Es ist ja auch immer viel leichter, mit dem Finger auf andere zu zeigen, als auf sich selbst. Leider war in unserer Stadt kein einziges Hotelzimmer mehr frei, weil Messe in der nahegelegenen Großstadt war. Es war zum Verzweiflen. Völlig verheult und aufgelöst, flehte ich an der Rezeption des Hotels die Mitarbeiterin an, mir „irgendein“ Zimmer zu geben, damit ich etwas zum Schlafen haben könnte.

Mir war der Preis pro Nacht egal, mir war alles egal. Aber ich war hungrig.

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Und viel zu stolz, um bei entfernten Bekannten oder Verwandten um Asyl und Hilfe zu bitten. Und heute bin ich auch noch stolz darauf, es alleine geschafft zu haben…

Doch lange kann und konnte ich nicht im Hotel bleiben, mein restliches Geld ging mir aus.

 

Ich kann gar nicht mehr sagen, wie ich es geschafft habe, die Zeit zu überbrücken bis ich ein paar Tage bei meiner Tante, viele Kilometer entfernt unterkam, als unerwarteter Gast, heulend in ihrer Wohnung aufschlug, im Gästezimmer schlief und mit Hilfe des Internets mir ein WG-Zimmer in einer größeren Studentenstadt suchte. Es war mir egal, was dies für ein Zimmer sein würde. Nicht einmal vorher angesehen habe ich es. Ein Telefonat, die Zusage und ich fuhr los.

Meine Tante packte mir Bettwäsche, Handtücher, Besteck, Teller, Tassen, Zudecke und Kissen ein. Steckte mir noch etwas Geld zu und ich verabschiedete mich dankend. Ohne sie, wäre ich gestrandet.

In größter Hoffnung fuhr ich zu der angegebenen Adresse. Ein Hochhauskomplex, in der schlechtesten Lage dieser Großstadt. Ich war unten angekommen.

Im 11. Stock sollte das Zimmer sein, ca. 280 Euro sollte es kosten. Ich wusste nur, dass ein Bett darin war.

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Und so betrat ich eine 2 Zimmer Wohnung in einer Gegend, die ich zu früheren Zeiten auf jeden Fall gemieden hätte. Meine Mitbewohnerin war eine junge russische Frau, Mitte 20, sie brauchte dringend Geld um ihre Wohnung weiter finanzieren zu können und darum suchte sie eine Mitbewohnerin. Mir stand das ehemalige Kinderzimmer ihres Schulkind-Sohnes zu. Ein Bett. Ein Schrank. Eine Schaumstoff Matratze. Klo und Badezimmer, sowie Küche waren Gemeinschaftsnutzung. Einen Fernseher hatte ich nicht. Nicht mal einen Esstisch gab es.

Aber ein Dach über den Kopf. Einen eigenen Schlüssel. Sicherheit.

Sie fragte gar nicht, warum ich hier wohnen will. Ich gab ihr die Monatsmiete, wie hielten alles schriftlich fest. Ich wunderte mich, warum sie ihre Wohnung, ihre Privatsphäre vermietete. Oksana erzählte mir, dass sie als Zahnarzthelferin arbeitete, noch einen Nebenjob habe und somit fast 12 Stunden am Tag außer Haus wäre.

Ihr Ehemann war vor Kurzem überraschend gestorben. Sie habe einen schulpflichtigen Sohn, der in Russland lebe bei ihren Eltern. Das Jugendamt habe ihr den Sohn entziehen wollen, als sie plötzlich verwitwet mit dem Jungen alleine dastand. In einer Nacht und Nebel Aktion „entführte“ sie den Jungen in ihr Heimatland, wo er bei den Großeltern aufgezogen wurde. Ich habe nie diese Geschichte hinterfragt. Sie schickte regelmässig Geld nach Hause und jeden Abend gingen wir in ein nah gelegenes Internetcafe, wo sie Auslandstelefonate mit ihm führte und ich meine derzeitige Lage im Netz durch Erfahrungsberichte durchforstete. Ich fand nichts.

Zum damaligen Zeitpunkt war das Thema entsorgte Mütter nicht bei Google zu finden.

Oksana schlief nachts  auf der Couch im Wohnzimmer, der Fernseher lief die ganze Nacht. Ich fragte sie, warum sie mit Fernseher schlafe.

„Weil ich Angst habe.“, sagte sie.

Wovor hast du denn Angst, fragte ich mich.

Heute verstehe ich ihre Angst.

Ich weiß, was Schlaflosigkeit, Existenzangst, Angst vor Gerichtsvollzieher und die Angst vor dem Verlust der eigenen vier Wände bedeutet. Nie werde ich auch vergessen, wie demütigend es war, als ich den Vater meiner Kinder, und damaligen Ehemann per Anwalt bitten musste, mir Kleidung und persönlichen Dinge zu überlassen und er mich zu seinem Anwalt bestellte, wo ich die Dinge hätte abholen können.

Es stand eine große Umzugskiste im Büro, die allein ich schon nicht hätte bewegen können, aufgrund der Schwere.

Da es Sommer war, hatte ich im Vorfeld natürlich um der Jahreszeit ansprechende Kleidungstücke und Schuhe aus meinem Schrank gebeten.

Die Kiste war voll mit Wintersachen, Winterjacke, Stiefel, Schal und aufgefüllt mit Müll. Ja, mit Müll.

Ich ließ alles dort stehen. Der Anwalt tobte, es war mir egal.

So fing es an…. dass mir die Reaktionen und Meinungen anderer Menschen immer mehr egal wurden…

 

Mit Oksana verstand ich mich eigentlich ganz gut. Sie hatte ab und an Besuch von einem oder ihrem Freund, so genau war es nicht ersichtlich. Manchmal schlief er auch auf der Couch. Manchmal schlief Osksana tagelang, der Tisch war voll mit Alkoholflaschen. Sie vergass ihr neu erworbenes Aquarium ordnungsgemäß aufzustellen, die Fische ersticken nach kurzer Zeit qualvoll, es stank fürchterlich. Voller Ekel musste ich die toten Zierfische aus dem trüben Wasser fischen und entsorgen.  Am zweiten Tag weckte und rüttelte ich sie, fragte, ob sie nicht zu Arbeit müsse…, was sie bislang auch immer zuverlässig getan hatte.

„Es ist mir egal“, sie war müde, es waren keine Emotionen in ihrer Stimme. Sie ging nicht zur Arbeit. Sie aß nicht, sie duschte nicht. Sie lag nur auf der Couch in ihrem Arm die Flaschen von Wodka und Schnaps. Sie tat mir unendlich leid. Aber ich wusste nicht, was ich tun sollte.

Auf dem Regal standen Fotos von ihr und ihrem Sohn, ein hübscher blonder Junge. Fröhlichkeit, Glück, Familie.

Ich habe sie nie weinen sehen.

Und dennoch. Ich war in der gleichen Situation wie sie… nur wusste ich das damals noch nicht.

Mein Tag bestand darin, meine Angelegenheiten beim Jobcenter zu regeln. Wenn man plötzlich aus der gewohnte Geschäftigkeit, dem straffen Tagesablauf einer Vollzeit-Mutter und Hausfrau gerissen wird, dann ist man es gewohnt, seinen Tag zu organisieren. Ablenkung zu suchen, sich zu beschäftigen.

Plötzlich war ich ALG 2 Empfängerin, früher Sozialhilfe. Die Wochen zu vor obdachlos.

Ohne Wohnsitz. Ohne Einkommen. Ich hatte Glück, dass es Sommer war.

Ich erkundete die Umgebung. Ich wollte mich auskennen, wissen wo ich nun lebe.

Und zudem quälte mich ein unendlicher Husten. Ich weiß nicht, ob es an der Schaumstoffmatratze in Oksanas Zimmer lag oder ob ich krank wurde, weil mein Körper die Verdrängung nicht mehr länger verdrängen konnte.

Mein Husten wurde so schlimm, dass ich richtiggehend Erstickungsanfälle mit Todesangst bekam. Ich hustete ununterbrochen. Ich bekam keine Luft mehr… ich drohte zu ersticken.

Der Arzt diagnostizierte ein posttraumatisches Belastungssyndrom. Ich erzählt ihm alles, was mir widerfahren ist. Er hatte vollstes Verständnis für mich und berichtete, dass ein ähnlicher Fall, aber ein Mann, in seiner Praxis letztens war, der auch nun obdachlos und völlig entsorgt da stünde und krank davon würde.Ich brauchte fast vier Wochen bis ich mich erholte.

Es dauerte ein paar Wochen bis ich einen Termin beim Jobcenter erhielt. Dort sprach ich vor, erzählte, was mir passiert sei, dass ich nun zur Untermiete in einem kleinem Zimmer wohne, keine eigenen Möbel, keine persönlichen Dinge hätte, nichts.

Das Jobcenter füllte mit mir die Formalitäten aus. Ich stellte Anträge, sprach vor und erhielt die Genehmigung für ALG 2, sowie die Anmietung einer 1 Zimmer Wohnung zu einem vorgegeben Mietpreis, um die ich mich aber selbst zu kümmern hatte.

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Also telefonierte ich, suchte im Internetcafe und bittelte und bettelte.

Aber es war immer das Gleiche. In dieser Stadt wollte man keine Sozialhilfe Empfänger, man wollte kein Geld für Miete vom Amt.

Obwohl ich meinen Lebenslauf erwähnte, mich kultiviert ausdrücken konnte, Fotos von mir schickte, zusicherte, dass das Amt jeden Monat pünktlich die Miete zahlen wird. Ich erhielt nur Absagen.

Und dann endlich: Eine Zusage. Eine rießen Wohnung, ein Traum, wieder zur Untermiete. Es war mir egal, dass es  mit einem Mann in meinem Alter gewesen wäre. Endlich wieder etwas mehr Normalität.

Ich teilte Oksana mit, dass ich zum Ende des Monats ausziehen werde.

Und ich war froh, aus dieser Wohngegend und Wohnung entkommen zu können.

Alles schien in bessere Bahnen zu gelangen.

Ich weiß noch, wie ich auf einem Handtuch auf der Wiese im Park neben der Wohnung lag und ein Buch las, was hätte ich auch sonst tun sollen, ich hatte keinen Job, ich hatte keine Bewerbungspapiere, weil der Vater meiner Kinder mir diese noch nicht geschickt hatte, ich hatte viel freie Zeit zum Nichts- Tun. Manchmal säuberte ich die Hasenkäfige von Oskanas Hasen, gab ihnen etwa Grünzeug und frisches Wasser, weil sie es mal wieder vergessen hatte.

 

Plötzulich eine SMS auf meinem Handy von Christian:

 

„ Das mit der Wohnung klappt leider nicht, es tut mir leid.“

 

Ich konnte es nicht glauben. Wenige Tage vor dem geplanten Einzug erhielt ich diese Absage!

Wie konnte er mir das antun!  Er wusste doch, dass ich mein WG-Zimmer schon gekündigt hatte.

Im Zimmer von Oksana konnte ich nicht bleiben, weil sie schon eine neue Nachmieterin gefunden hatte…Ich hätte heulen können.

 

Also alles wieder von Vorne.

Stundenlang im Internetcafe sitzen, Wohnungsanzeigen durchsuchen, Anrufe tätigen, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu Besichtigungsterminen fahren für die wenigen in Frage kommenden Wohnungen, die einen Mieter vom Jobcenter nehmen wollten.

 

Es waren die letzten zwei Tage vor dem Auszug.

Zur Auswahl blieb mir ein Kellerloch im Garagenstil oder die Straße.

So wirklich konnte ich mich nicht durchringen, diesen Mietvertrag zu unterzeichnen obwohl ich nichts besseres gefunden habe.

Ich vereinbarte mit dem unfreundlichem Vermieter, mich am Nachmittag zu melden.

Ein letzter Versuch über Immobilienscout.

Es war so schwierig eine Wohnung im Budget zu finden und einen Vermieter, der ALG 2 Empfänger akzeptierte.

In meinen Suchergebnisse blinkte eine 1 Zimmer Wohnung, 34 qm, für 350 Euro kalt auf.

Sie lag im Budget!

Die Wohnung war komplett neu renoviert, sah ordentlich aus, hatte eine schöne Küche und ein neues Bad.

Es stand auch schon eine Couch darin.

Die Lage ganz ok, weniger mileugebunden als die Wohnung bei Oksana im 11. Stock der Hochhaussiedlung.

Ich rief an.

Eine Frau, etwas älter als ich, meldete sich. Ich fragte höflich, ob man mir , obwohl ich ALG 2 Bezieherin sei und die näheren Umstände erläuterte, die Wohnung vermieten würde, das Amt würde Kaution und die Miete püntlich zahlen.

Und oh Wunder! Ich erhielt eine Zusage!!!!

„Sie sind ein Engel!“, rief ich freudestrahlend ins Telefon!

Ich war überglücklich!!!!!

Noch am selben Tag unterzeichnete ich den Mietvertrag.

Der einzige Haken, ich musste noch weitere 14 Tage überbrücken, weil die Wohnung noch nicht bezugsbereit war.

Ein Problem.

Ich erzählte Oksana davon.

Ihr Freund, ein türkischer Unternehmer für Rohrinstallationen, der oft auf Montage war, bot mir seine 3-Zimmer Wohnung kostenlos an zur Überbrückung für eine Woche bis er wieder zurück sei!

Ich war überglücklich!

Ja, und  ich nahm das Angebot an. Ich erhielt den Schlüssel und konnte eine Woche lang dort leben. Für umsonst.

Wir vereinbarten auch, dass er mir helfen würde, wenn ich vom Amt Geld für die Erstausstattung bekäme, mit mir zu IKEA zu fahren und Möbel zu holen.

Die zweite Woche verbrachte ich in einer Art Obdachlosenunterkunft in der Stadt, dort hatte ich ein Zimmer, Gemeinschaftsbad und Küche und konnte die Zeit überbrücken.

Als es endlich soweit war, dass ich in meine erste eigene, schönere Wohnung einziehen konnte, war das für mich das größte Glück nach diesem schweren Schicksalschlag, was ich mir vorstellen konnte.

Dieses eine Zimmer, dieses eigenen saubere Bad, diese Küche und ein neues, kleines eigenes Bett, sowie ein Tisch und zwei Stühle, das war für mich das größte Glück für diesen Moment.

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Meine Ressource, weiter zur kämpfen….

 

Fortsetzung folgt

 

 

 

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5 Kommentare Gib deinen ab

  1. Mari sagt:

    Ich bewundere Deine Kraft….
    Wie schaffst du das nur. Ich bin am Punkt aufzugeben. Ich will die Briefe nicht mehr öffnen. Die beleidigenden Nachrichten des Vaters nicht mehr lesen und eigentlich nichts mehr…
    Ich ziehe den Hut vor Dir. ….

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  2. A. H. sagt:

    Das ist die traurige Realität in dem reichen Land Deutschland.. Alles auch schon erlebt. Man kann alles irgendwie schaffen, außer den Schmerz über den Verlust seiner Kinder ablegen.

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  3. emma sagt:

    Ausgehalten, aber gekämpft und überlebt!!!! Das ist das Einzige was zählt. Be proud of you!!!!!

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  4. Caterina Stünz sagt:

    Mein Leben als Mutter gerade gelesen: Ja. Ich kann nur sagen : ja. Wie kann ein Mann das einer Frau antun. Mütter haben sich für die Kinder entschieden. Sie selbst ausgetragen. Sie allein geboren. Sie mit ihrem Körper genährt, mit Muttermilch versorgt. Ihnen ihre ganze Liebe und Verbundenheit zuteil werden lassen. Kinder wegreißen und auf der Mutter rumtrampeln ist die Hölle. Mir geht es ähnlich, noch.

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  5. maramarin21 sagt:

    Unfassbar, was Du schon alles aushalten musstest.

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