Ich brauche kein Weihnachten

Jedes Jahr jährt sich das verdammte Fest!

Unausweichlich, ich kann nichts dagegen tun. Es wird kommen!

Erschlagen von der Dekoration in den Städten, den inneren Zwang auf Weihnachtsmärkte zu MÜSSEN, oh Du Fröhliche, überall.

Lichterketten, lauschende leuchtende Augen, besinnliche Gesichter und Liebe, Liebe und nochmals Liebe.

Scheinheiligkeit.

Ich bin nicht religiös. Nicht in dem Sinne, dass ich ständig in die Kirche renne oder bete.

Nein.

Aber ich bin spirituell.

Ich weiß, dass es keinen LIEBEN Gott gibt, keinen BÖSEN.

Mein Glaube ist, dass jeder selbst für sein Schicksal verantwortlich ist und jeder sein Leben so gestalten kann, wie er will. Viele vergessen nur, dass dies die größte Herausforderung im Leben ist und eine enorme Kraft benötigt.

Kraft zum Leben, Kraft an der Hoffnung nicht zu verzweifeln!

Bei all dem aufgesetzten, künstlichen Weihnachtstrubel, diesem ZWANGS-FEST der Liebe und Familie, gehen die unter, denen das Fest eigentlich gewidmet sein müsste.

Den Armen, den Obdachlosen, den Bettelnden, den Trauernden, den Verzweifelnden.

Gewidmet müsste es den Menschen werden, die alles verloren haben, die nichts besitzen, die völlig allein sind, die frieren, die zweifeln, die krank sind, die Trost benötigen.

Stattdessen werden sinnlose und manchmal auch sinnvolle Geschenke gekauft für die Familie und Freunde.

Für diejenigen, die sowieso haben und nichts im Überfluss noch extra brauchen.

Ich feiere seit Jahren kein Weihnachten mehr.

Allein in der Wohnung sitzen, schon gefühlt tausendmal gemacht.

Einladungen von Freunden absagen, weil ich das Scheinheilige nicht ertrage, weil meine Trauer nicht gewünscht ist an diesem Tag. Auch das ist normal für mich.

Verwandte und nahe Angehörige besuchen. NIEMALS.

Weihnachten arbeiten zu gehen, eine Wohltat.

Was ist das Fest eigentlich noch für uns?

Konsum, Kaufen, Kontrolle.

Gefühlskontrolle.

Bis heute verstehe ich nicht, wie man einen Tag im Jahr als den Mittelpunkt des Jahres definieren kann, um ENDLICH mit seiner Familie zusammen sein zu können.

Ich brauche dafür kein Weihnachten.

Kein Datum.

Ich schenke meinen Kindern Zeit mit mir zu jeder Gelegenheit, die ich ihnen bieten kann.

Das ist für mich ein Fest der Liebe.

Und nur das.

 

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