Einfache Rechnung: Kein Umgang?Dann kein Unterhalt!

Steigender Unterhalt und kein Ende in Sicht. Der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht ( ISUV) informierte als Erster über die nächste Erhöhung der Düsseldorfer Tabelle im Jahr 2017:

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Der Selbstbehalt von 1080 Euro im Monat,  also das bisschen, was der oder dem zu Unterhalt gezwungenen Person übrig bleiben darf, erhält keine Erhöhung. Am Existenzminimum verbleiben also eine Vielzahl an hart arbeitenden Müttern oder Vätern.

Immer mehr Unterhaltsforderungen, immer höhere Unterhaltsforderungen sind die Folge bei teilweise völligem Umgangsausschluss oder Umgangsverweigerung und dem Ausschluss der Mutter oder des Vaters aus dem Leben der beim anderen Elternteil verbliebenen Kinder. Die Rechtsprechung erhält keine Reform, das Familienministerium lenkt seine Blicke lieber auf andere „brisante“ Themen.

Das  Unterhaltsgesetz benötigt dringend eine längst überfällige Reform.

Unterhalt MUSS mit Umgang einhergehen!

Erst dann erhalten Kinder wieder eine Mutter und einen Vater und die Frage bzgl. Unterhalt lässt sich dann einfacher regeln.

Kein Umgang= KEIN Unterhalt! Diese einfache Gleichung sollte Gesetz werden.

Innerhalb kürzester Zeit werden Familiengericht deutliche Entlastung spüren, weil die sorgeberechtigten Mütter oder Väter ein Interesse an dem ihnen für die Kinder zustehenden Unterhalt haben und nicht einfach ,weil es eine Düsseldorfer Tabelle gibt, die Hände in den Schoß legen und auf den dort ausgewiesenen Unterhalt insistieren.

Unterhalt wird mit dieser Gleichung bereitwilliger gezahlt werden, da eine Gegenleistung der Zahlung erfolgt.

Kinder werden ihren unterhaltsgebenden Elternteil aus einem anderen Blickwinkel wahrnehmen,weil der sorgeberechtigte Elternteil weniger negativ über den anderen Elternteil sprechen wird, schließlich möchte er oder sie den Unterhalt für das Kind. Und den gibt eben es nur unter der Bedingung, dass regelmäßiger Umgang mit diesem stattfindet.

Die  hiesige Familienpolitik, welche sich auf Familie und Soziales ausrichtet, vergisst, dass es mehr als sozial wäre, gesetzlich zu verankern,  dass die zig Millionen zur Kasse gezwungenen Elternteile ebenso ein gesetzliches Recht auf ihren eigenen Wohlstand abseits des völlig unterdefinierten Selbsthaltes haben UND ein aus ihren Zahlungen entstehendes Recht auf Umgang und Kontakt mit ihrem eigenen Kind.

Strafanzeigen bei Verletzung der Unterhaltspflicht wären dann endlich Geschichte, wobei zu sagen ist, dass diese sowieso in der Regel im Sand verlaufen und den Staat mehr kosten als dienen, zumal es eine Sanktionsmöglichkeit ist, die einzig und allein darauf ausgerichtet ist, den verlassenen Elternteil zu quälen.

Das Aufnehmen und das  Einstellung dieser Verfahren sind bürokratische Eselsbrücken, aber keine erfolgreiche Formel um an den geforderten Unterhalt zu gelangen.

Es benötigt dringend Druck aus Unterhalt und Unterhaltspflicht herauszunehmen.

Am Beispiel der Spenden ist doch deutlich: Spenden oder freiwillige Zahlung im Rahmen des subjektiven Maßes sind erfolgreicher als Zwangsabgaben, welche den Betreffenden finanziell stark schwächen und unfreiwillig geleistet werden müssen.

Auch das Gesetz der Zwangsvollstreckung von Unterhalt muss dringend reformiert werden.

Es kann nicht sein, dass zu Unterhalt gezwungene Elternteile, welche meistens auch nicht mal Umgang mit ihren Kindern haben, für die sie manchmal fast 50 % ihres Einkommens aufbringen müssen, noch ihr restliches Leben unter titulierten Unterhaltsschulden leiden müssen und gesellschaftlich mit negativen Schufa-Einträgen, P-Konten etc etc, stigmatisiert werden.

Elternschaft darf nicht mehr mit gezwungener Armut gesetzlich geahndet werden.

Wenn die Elternschaft durch Trennung der Partnerschaft geteilt wird, so darf dies keine Auswirkungen mehr auf finanziellen Wohlstand haben.

Der Staat fördert Familien, aber auf der anderen Seite zerstört er Mütter und Väter, wenn die Familie nicht mehr intakt ist.

Zudem müssen Mütter in der Unterhalts“Pflicht“ anders behandelt werden als Väter.

Es kann und darf NICHT sein, dass die leibliche Mutter eines Kindes im Unterhaltsrecht genauso behandelt wird wie ein Vater.

Die Schwangerschaft, die Geburt und auch die erste Fürsorge und Nährung des Säuglings, welche durch die Mutter erfolgt ist, muss sich auch in unterhaltsrechtlichen Angelegenheiten niederschlagen.

Die Bereitstellung des mütterlichen Leibes zum Austragen eines Kindes, zum Heranwachsen und zur Geburt eines neuen Lebens, sowie das erste stillen mit Muttermilch ist in Geld nicht aufzuwiegen.

Mütter müssen von der Unterhaltspflicht ausgenommen werden!

Mütter schenken neues Leben!

 

 

 

 

 

 

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Schade drum. Die Überschrift las sich vielversprechend, ist doch die Verknüpfung der Unterhaltspflicht an die Gewährung von Umgang ein Gedankengang, der endlich mal ernsthaft diskutiert gehört – zum Wohle zahlloser Kinder, denen das betreuende Elternteil das Umgangselternteil vorenthält, ohne dafür sanktioniert zu werden (mehrheitlich sind es übrigens Mütter, die so agieren).

    Aber nein, es läuft dann doch nur auf eine Beweihräucherung der Mutter hinaus, zugespitzt auf die völlig sinnfreie Forderung, Mütter von der Unterhaltspflicht zu befreien. Insgesamt entbehrt dieser Blog obendrein jeder Realität, weil er unterstellt, das deutsche Familienrecht sei mütterfeindlich und väterfreundlich. Das Gegenteil ist der Fall. Am deutschen Familienrecht gibt es viel zu kritisieren. Mal trifft es Mütter, mal – deutlich öfter – trifft es Väter. Der Blog „Entmuttert“ schürt die Gräben zwischen beiden Parteien und ist damit Teil des Problems und nicht der Lösung.

    Grüße von einem entsorgten Vater (der immerhin erreicht hat, dass seine Kinder regelmäßig bei ihm sein dürfen).

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    1. Entmuttert sagt:

      Vielen Dank für Ihren Beitrag. Ihre subjektive Meinung habe ich zur Kenntnis genommen. Es freut mich, dass Sie Ihre Kinder wieder regelmässig sehen dürfen.

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