Du hast aber keine Kinder mehr…

love-1381420Ein schrecklicher Satz.

Schmerzvoll, verletzend fühlt es sich an, wenn einem die Freundin solch einen Satz ins Gesicht sagt.

Ausgehend von einer Diskussion darüber, dass es Zeit ist, sich um MEIN Wohlergehen zu kümmern, argumentiere ich, dass ich in erster Linie an meine Kinder denke und nicht an mein Wohlergehen.

 

„Du hast aber keine Kinder mehr!“

Darf sie mir das so schonungslos sagen? Muss ich mir das anhören, von meiner Freundin, die ebenfalls Mutter von zwei Kindern ist?

 

Ist es so? Habe ich keine Kinder mehr?

Bin ich noch Mutter oder bin ich kinderlos? Darf ich mich noch als Mutter bezeichnen?

Und: Haben meine Kinder noch eine Mutter?

Das wichtigste ist es, für MICH, mit Hoffnung weiterzuleben.

Ich beobachte mich, wie ich in Supermärkten junge Teenager Mädchen ansehe und mir überlege, wie meine Tochter ansehen könnte…

Ob sie diese Kleidung trägt, wie es die Mädchen heute tun, welche Frisur sie tragen würde und ob sie sich schminkt.

Ich studiere H&M Kataloge und wünschte mir, ich könnte für SIE einkaufen, statt für mich.

Manchmal frage ich mich, ob ich meine Tochter aus vielen hundert Mädchen auf offener Straße überhaupt erkennen würde. Welche Interessen verfolgt meine große Tochter…? Ich weiß nichts über ihr Leben.

Auf Instagram habe ich ihr Profil gefunden, es ist nicht öffentlich, aber das schwarz-weiße Profilbild ist zu sehen. Traurig sieht es aus. Ich habe sie zweimal angeschrieben, aber sie antwortet nicht.

Soll ich es weiter versuchen?

Ich denke an meine kleine Tochter.

Wie sehr vermisse ich auch sie.

Erinnerungen an kleine Ärmchen um meinen Hals…. schmatzende Küsse.

 

 

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13 Kommentare Gib deinen ab

  1. Marina sagt:

    Ohh weh, genau das hat auch eine Freundin mal zu mir gesagt. Ihre Tochter war mit meinem Sohn befreundet. Das tat verdammt weh und ich habe es ihr auch echt übel genommen. ES ist natürlich auch immer für das Umfeld schwer damit richtig umzugehen. Manchmal beklagen sich meine Freundinnin in meiner Gegenwart, wie gestresst sie von ihren Kindern sind. dann kommt auch gerne mal der Satz hinterher: naja, du weißt ja wie das ist. Dann frage ich mich auch, was das soll. Ich hätte gerne all diesen „stress“ zurück. Ich sehe auch oft Dinge, die ich so gerne meinem Sohn kaufen würde oder gerne mit ihm machen würde. Es gibt auch Menschen, die meinen, dass ich das positiv sehen sollte, weil ich doch so viel Zeit für mich hätte. Mein Sohn steht immer an erster Stelle. Das macht mich richtig wütend. Ich bin Mutter mit Leib und Seele und DU bist es auch. Wir sind und bleiben Mütter. Niemand hat das Recht solche Dinge zu sagen. Die Kraft die Du aufbringst mit allem was du bewegst, hast du Dir nur Respekt verdient.

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    1. Entmuttert sagt:

      Ist es nicht sowieso schon schlimm genug, das Heranwachsen der Kinder unser Freundin zu sehen ohne jemals wieder selbst von dem Heranwachsen unserer Kinder erzählen zu können? Wie tolerant wir sind. Wir hören uns auch das Klagen über die Probleme mit den Kindern an aber sollen selbst keine Mutter mehr sein, nur weil unserer Kinder fern sind? Natürlich steht an erster Stelle unser Kinder, unsere Kinder…. Niemals wird es sich ändern und das sollen alle wissen!

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  2. emma sagt:

    Bitte schreibe deine Tochter weiter an!!! Nur so weiss die, dass du immer an sie denkst und sie im Herzen und im Kopf trägst! Immer!!! Lass sie das fühlen!!! Nur so kann sie sich auch ein eigenes Bild davon machen, wie du bist und wer du bist! Und irgendwann selbst entscheiden!!!! Hoffentlich!
    Denn du bist Mama und hast Kinder/ ein Kind…!!!!!! Keiner kann dir das nehmen!!!

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    1. Entmuttert sagt:

      Danke für deine Worte! Ja, du hast Recht, ich sollte sie weiter anschreiben!

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  3. maramarin21 sagt:

    Je länger ich darüber nachdenke, desto schlimmer finde ich diesen Satz von einer Mutter, die ihre Kinder um sich hat. Aber natürlich können Menschen und auch Freundinnen auch mal Fehler machen. Ich wünsche Dir, dass sie sich von selbst bei Dir entschuldigt, denn ansonsten könnte ihr doch die nötige Empathie fehlen.

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    1. Entmuttert sagt:

      Ja, je länger man darüber nachdenkt, desto unverständlicher wird es. Nötige Empathie ist sicherlich ein gutes Stichwort. Vielleicht ist es aber auch die Übersättigung des anderen Leids , welches man über Jahre mitgetragen hat? Ich weiß es nicht. Eine Entschuldigung habe ich nicht gehört.

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      1. maramarin21 sagt:

        Sehr schade. Ich wünsche Dir, dass Du so etwas nie wieder hören musst. Der Satz ist nämlich wirklich indiskutabel und zutiefst verletzend. Auch ich möchte Dich bestärken, immer wieder den Kontakt zu Deinen Kindern zu suchen, ihnen eine Brücke zu bauen, über die sie vielleicht irgendwann gehen können.

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  4. maramarin21 sagt:

    Natürlich hast Du Kinder. Das ist doch ganz klar. Und es ist das Normalste auf der Welt, dass Du die Hoffnung hast, sie sobald wie möglich wieder in die Arme zu schließen. Deine Freundin hat sich nach meiner Auffassung sehr, sehr unglücklich ausgedrückt. Und vielleicht kommt sie auch noch darauf, sich bei Dir zu entschuldigen. Ich denke auch, wie Simmis Mama, dass sie sagen wollte, dass Du momentan mehr an Dich denken solltest. Aber … mehr als ungünstig ausgedrückt :-(.

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  5. Simmis Mama sagt:

    Doch du hast Kinder. Sie meint etwas anderes. Sie drückt sich falsch aus. Sie meint deine Kinder sind nicht bei dir und du sollst die zeit nutzen um dich um dich selbst zu kümmern. Sie versteht nur nicht dass für eine Mutter die Kinder immer vor gehen auch wenn sie nicht anwesend sind

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      1. Simmis Mama sagt:

        Mama ist Mama ist Mama.

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      2. Entmuttert sagt:

        Ich danke Dir, Simmis MAMA

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      3. Simmis Mama sagt:

        So ist es und so wird es immer sein. 🙂

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